Notdienst in der Krise: Warum Apotheken für höhere Vergütung protestieren
Im März 2026 haben zahlreiche Apotheken in Deutschland aus Protest ihre Türen geschlossen. Rund 25.000 Menschen nahmen an Kundgebungen teil, um auf die angespannte wirtschaftliche Lage der Apotheken aufmerksam zu machen. Im Zentrum der Proteste steht die seit Jahren stagnierende Vergütung.
Festhonorar seit 13 Jahren unverändert
Wie Apotheken Umschau berichtet, wurde das Festhonorar der Apotheken seit 13 Jahren nicht erhöht, obwohl Personal-, Miet- und Energiekosten in dieser Zeit deutlich gestiegen sind (Apotheken Umschau zum Apothekenprotest).
Die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg hatte bereits im März 2025 mit ihrem Positionspapier „Notdienst in der Krise“ auf die Probleme hingewiesen und Lösungsvorschläge unterbreitet, etwa eine Erhöhung der Notdienstpauschale auf 10 Euro sowie mehr Teilnotdienste statt Vollnotdienste. Diese Vorschläge sollen den Druck auf einzelne Apotheken verringern, ohne die Versorgung in der Fläche zu gefährden.
Auch für Apotheken in Berlin hat diese Entwicklung praktische Auswirkungen: Wenn sich wirtschaftlich angespannte Apotheken aus dem Notdienst zurückziehen oder ganz schließen, wird es für Kundinnen und Kunden schwieriger, außerhalb der regulären Öffnungszeiten schnell eine Notdienst-Apotheke in Berlin zu finden. Wer auf eine zuverlässige Versorgung im Notfall angewiesen ist, sollte sich daher frühzeitig über die aktuellen Notdienst-Zeiten in seiner Umgebung informieren.
Einen Überblick über alle Apotheken findest du auf der Seite Apotheken in Berlin.
Zusammenfassung
Die Proteste zeigen, wie sehr die wirtschaftliche Lage der Apotheken die wohnortnahe Versorgung beeinflusst. Bis eine politische Lösung gefunden ist, bleibt es wichtig, sich schnell und zuverlässig über geöffnete Apotheken zu informieren – zum Beispiel über ApoGuru.



















